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Erdbeeren als Bodendecker - Nutzbarer Pflanzenteppich

Autor: Dr. Helga Buchter-Weisbrodt
Fotos: Buchter

Viele Pflanzenarten eignen sich als Bodendecker zwischen Stauden, Sträuchern, unter lichten Bäumen oder an Böschungen und entlang von Wegen. Sollen diese Flächen nicht nur Ziercharakter haben, sondern zugleich Nutzen bringen, bieten sich verschiedene Erdbeerarten als Bewuchs an. Allerdings sollte der Boden nicht zu trocken und kalkhaltig sein. Als ehemalige Waldpflanze lieben Erdbeeren feucht-humosen Boden. Halbschatten vertragen sie gut.

Bunte Blüten

Die Gattung Fragaria umfasst viele Arten, darunter etliche, Ziererdbeere als pflegeleichter Bodendecker
bei denen der Ziercharakter überwiegt. Ihre zahlreichen zierlichen Blüten präsentieren sich in allen Farben. Aus Kreuzungen der Walderdbeere mit der nahe verwandten Gattung Potentilla (Fingerkraut) entstand die hellrosa blühende Sorte "Pink Panda". Dunklere Farbschattierungen bieten "Ruma" und "Samba". Die rundlichen Früchte wachsen kaum größer als Walderdbeeren.
 Nicht nur als Bodendecker eignet sich die französische Züchtung "Viva Rosa". Als Dauerträger liefert sie reichlich Beeren von Juni bis Oktober. Sie bildet viele Ausläufer, die schon bald fruchten. In Balkonkästen oder Ampeln gepflanzt, entstehen apart aussehende Ausläuferkaskaden mit Blüten und Früchten. Gut sortierte Gartencenter bieten bereits solche Spezialitäten an.
Auch Kraege Beerenobst in Telgt versendet einige diese Sorten.

Nutzbringende Blätter

Die Blüte der bodendeckenden Wiesenerdbeere "Spadeka" ist auffallend schönDie Walderdbeere, seit langer Zeit als Heilpflanze bekannt, trägt nicht nur hübsche Blüten und hocharomatische Beerchen. Der anspruchslose, niedrig wachsende Bodendecker verbirgt auch in den Blättern seinen besonderen Heilwert. Neben der wertvollen Ellagsäure enthalten sie Flavone und ein ätherisches Öl, das dem Zitral ähnelt. Aus den jungen Blättern lässt sich ein vorzüglicher Durstlöscher bereiten, alte Blätter schmecken zu gerbstoffhaltig.
 Der heilkundige Pfarrer Sebastian Kneipp empfahl folgenden Trunk: "Die Mutter nimmt Erdbeerblätter, so viel sie mit 3 bis 4 Fingern fassen kann, schüttet 1/4 Liter siedendes Wasser daran und deckt gut zu. Nach 15 Minuten gießt sie den Tee ab". Heute wird Erdbeerblättertee zur Magen- und Darmstärkung empfohlen - wirksam sind jedoch nur die Blätter der Walderdbeere.

Große Früchte

Steht der Fruchtertrag im Vordergrund, bieten sich Wiesenerdbeeren als Bodendecker an. Diese Kreuzungen zwischen Wald- und Gartenerdbeeren bilden rasch dichte Bestände, die Blüten der im Handel erhältlichen Sorten "Spadeka" und "Florika" erreichen die Größe der Gartenerdbeersorten und wirken sehr dekorativ.
 Während die Früchte der Wiesenerdbeersorten im Juni reifen, liefert die remontierende Sorte "Evita" sehr große, feste Beeren von Juli bis Oktober. Die Pflanze entwickelt so viele Ausläufer, dass in kurzer Zeit ein dichter Teppich entsteht, ähnlich wie bei der Wiesenerdbeere.

Literaturhinweis

Umfassende Informationen über die Erdbeere, ihre Inhaltsstoffe, Gesundheitswirkungen, den Heilwert in der Geschichte, Anwendungen, Erdbeerprodukte, Sorten, Erdbeerfeste, Internet-Seiten, botanisch Wissenswertes, Tipps zur Lagerung, zum Umgang in der Küche und pfiffige Rezepte bietet das Buch "Gesund und schlank durch Erdbeeren", Dr. Helga Buchter-Weisbrodt, 128 Seiten, Trias-Verlag Stuttgart. Bitte hierzu auch die Buchkritik beachten.
 
 
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