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Die Geschichte der Erdbeere in Europa
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ENYA Evening Falls
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Januar/FebruarJanuar / Februar
  • Erdbeeren schützen. Die meisten Schäden gibt es an sonnigen Tagen nach kalten Nächten. Einige Sorten, darunter die verbreitete "Elsanta", sind besonders empfindlich. Ein Faservlies (keine Folie!) oder Fichtenreiser über den Beeten können den Schaden mindern.
  • Winterlicher Schutz bei Erdbeeren ist als Strohabdeckung zwischen den Reihen empfehlenswert, wenn stärkere Fröste erwartet werden. Der Vorteil: Außer dem Frostschutz führt eine gewisse Isolationswirkung zur Austriebsverzögerung im Frühjahr, die bis zu 2 Wochen betragen kann. Spätfrösten kann so ausgewichen werden. Falls Vergilbungen an den Pflanzen im März auftreten, ist das Stroh abzuräumen, damit keine Fäulnis auftritt.
  • Erdbeeren aus Samen. Die Samenfirma Kiepenkerl bietet die Neuheit 'Fresca' zur Aussaat im Spätwinter an. Die Pflanzen keimen leicht und frauchten dann ab Juli des gleichen Jahres bis zum Frost.
MärzMärz
  • Die gemeine Spinnmilbe (Bohnenspinnmilbe) schädigt etwa 150 Wirtspflanzen, darunter auch Erdbeerblätter. Vor allem auf leichten Böden und bei hoher Wärme vermehren sie sich sehr rasch. Eine biologische Bekämpfung ist mit (käuflichen) Raubmilben möglich.
  • Erdbeerreihen säubern. Kranke und alte Blätter sind Infektionsherde für den zarten Neuaustrieb. Sie sind deshalb sorgfältig abzuschneiden (nicht reißen). Gleichzeitig wird der Erdboden zwischen den Reihen flach (!) gelockert und alles Unkraut entfernt. Eine Bodenbedeckung und die Strohunterlage folgen erst zur Blütezeit, um Fäulnis zu vermeiden.
  • Erdbeeren pflanzen. Wo es im Spätsommer noch nicht möglich war, ist jetzt noch eine Pflanzung möglich. Voraussetzungen sind Pflanzen in ausreichend großen Töpfen oder starke Ballenpflanzen aus dem Wartebeet der eigenen Vermehrung. Dazu ein gut vorbereiteter, humusreicher Boden mit niedrigem pH-Wert und ausreichender Feuchtigkeit.
  • Zweifelhafte Verfrühung von Erdbeeren. Man deckt dazu möglichst frühzeitig ein Faservlies oder eine Lochfolie über die Erdbeerreihen und achtet auf die seitliche Befestigung. Zwar reifen so die Erdbeeren etwa 10 Tage früher, es gibt dabei aber auch schwer wiegende Nachteile. So ist mit einem geringereren Ertrag und einem höheren Anteil verkrüppelter Früchte zu rechnen, weil eine ausreichende Befruchtung unter der Folie ausbleibt. Außerdem können sich Pilzkrankheiten im feuchten Folienklima stärker und oft unbemerkt ausbreiten.
AprilApril
  • Zusatzbewässerung kann zu deutlichen Mehrerträgen und besserer Fruchtqualität führen. Man beginnt bald nach der Blüte mit etwa 20 l/m² wöchentlich und beendet die Maßnahme 10 Tage vor Ernteschluß. Der Regner ist dafür aber völlig ungeeignet. Er würde den Boden verschlämmen und Krankheiten fördern. Nicht nur auf schweren Böden sind Tropfschläuche hierfür am besten geeignet, weil das Wasser unmittelbar zu den Wurzeln gelangt und das Laub trocken bleibt.
  • Erdbeeren pflanzt man üblicherweise von Ende Juli bis in den August. Wo dies nicht möglich war, gelingt auch die Frühjahrspflanzung mit guter Topfware. Neben den eingeführten Sorten sind auch die resistenten Neuheiten aus Dresden-Pillnitz ('Fraroma') oder Frankreich ('Darselect') interessant.
  • Vorkultur zur Erdbeerpflanzung im Sommer. Tiefer, durchlässiger und leicht saurer Boden ist optimal für eine erfolgreiche Erdbeerkultur. Auf schweren Böden kann die Wurzelfäule für die Erdbeerpflanzen gefährlich werden. Je mehr Wurzelmasse eine Vorkultur nach unten bilden kann, desto besser gedeiht auch die Erdbeerkultur. Einge gute Wahl ist die einsaat der Boden gesundenden Tagetes patula.
  • Erdbeerkultur auf Dämmen wird derzeit gegensätzlich diskutiert. Man erwartet eine bessere Wurzelentwicklung, weniger Wurzelfäulen, eine frühere Ernte und eine höhere Pflückleistung. Vergleichspflanzungen bestätigen diese Erwartungen aber nur teilweise. Bei Erdbeeren breiten sich in schweren Böden verheerende Wurzelkrankheiten aus. Bei einer Pflanzung auf Erddämmen, die mit gut verrottetem Kompost angereichert und zusätzlich mit einer schwarzen Folie abgedeckt wurden, ging der Ausfall deutlich zurück. Insgesamt bringen sie im Garten kaum Vorteile.
  • Frühjahrspflanzung der Erdbeeren ist durchaus möglich, wenn im August noch keine freie Fläche zur Verfügung stand. Geeignet sind aber nur kräftige Pflanzen mit starkem Wurzelballen aus dem eigenen Vermehrungsbeet oder getopfte Ware aus dem Handel. Meist handelt es sich dabei um Torftöpfe, die auch später im Boden kaum von den Wurzeln zu durchdringen sind. Deshalb entfernt man besser die Wandungen.
  • Spinnmilben vor der Blüte bekämpfen. Sie richten bedeutenden Schaden bei allen Obstarten an. Als naturgemäßes Bekämpfungsmittel im Garten hat sich das Rapsölprodukt Naturen (Celaflor) bewährt. Im Profianbau verwendet man Telmion mit dem gleichen Grundstoff, der auch die Eier mit erfasst.
  • Erdbeerreihen säubern. Bis zur Blüte ist es noch Zeit, um überflüssige Ranken zu entfernen, das Unkraut zu beseitigen und den Boden flach zu lockern. Gleichzeitig entfernt man abgeknickte Blütenstengel, die einen Befall durch den Erdbeer-Blütenstecher anzeigen. Danach unterbleibt besser jede Störung bis zur Ernte.
  • Fruchtfäule bei Erdbeeren. Der Botrytis-Pilz (Grauschmimmel) überwintert meist in dichten Erdbeerreihen auf altem Laub und Stroh, um sofort bei Blütenbeginn aktiv zu werden. Nach dem Säubern bringt man deshalb das neue Stroh erst nach der Hauptblüte an die Reihen. Später sollen faulende Früchte separat gepflückt werden, um den 2. Infektionsweg (Frucht zu Frucht) einzugrenzen.
  • Stroh unterlegen empfiehlt sich erst deutlich nach der Blüte. Zuvor erhöht sich die Gefahr durch Spätfröste, wiel die Isolierschicht den Wärmenachschub aus dem Boden ausschaltet. Außerdem kann das Stroh bei nassem Wetter leicht faulen und die Krankheiten auf die Erdbeerpflanzen übertragen.
  • Die Erdbeersorte "Elsanta" ist wind- und frostempfindlich. In gefährdeten Lagen legt man deshalb ein Vlies über die Reihen.
MaiMai
  • Frigopflanzen von Erdbeeren werden im Kühlraum der Spezialbetriebe für die Frühjahrspflanzung gelagert. Bei der Pflanzung muss die Knospe unbedingt frei bleiben, da sich sonst vorwiegend Blätter entwickeln. Eine Ernte ist noch im gleichen Jahr zu erwarten. Sie ist allerdings geringer als bei einer Normalpflanzung im August.
    Frigo-Erdbeerpflanzen pflanzt man im Mai, wenn im Juli/august des Vorjahres keine Normalpflanzung möglich war oder wenn Ergänzungen nötig sind. In den Vermehrungsbetrieben lagern die Frigopflanzen bis jetzt in Kühlräumen. Beim Setzen sollen die Wurzeln ungekürzt in den Boden kommen, wobei aber die Herzknospe sichtbar belieben muß, Sitzt sie zu tief, entwickeln sich gar keine oder nur wenige Blüten.
  • Eigene Erdbeervermehrung ist nur sinvoll, wenn geeignete Mutterpflanzen zur Blütezeit ausgewählt wurden, von denen dann im Juli die "Kindel" abgenommen werden. In der Regel bilden "faule Träger" zahlreiche und kräftige Ableger und geben diese unerwünschte Eigenschaft an die Nachkommen weiter. Die reich blühenden Pflanzen markiert man deshalb jetzt mit einem Stab und nimmt dann nur davon die ertragreichen Jungpflanzen.
  • Bodenbearbeitung bei Erdbeeren sollte zu Blütenbeginn eingestellt werden. Zuvor hat man schon alles Unkraut aus den Reihen entfernt und den Boden leicht gelockert. Das Stroh sollte erst nach der Hauptblüte untergelegt werden, weil es bei Regen schnell anrottet und dann Fäulniserreger auf die Früchte übertragen kann. Hobelspäne als Unterlage locken Drahtwürmer an. Nach der Ernte soll das Stroh entfernt und nicht untergegraben werden.
  • Befall mit Grauschmimmel (Botrytis) bei Erdbeeren ist bei feuchtem Wetter verstärkt zu erwarten. Der Pilz dringt über die Blüten in die Pflanze ein. Suabere Reihen, kein zu dichter Bestand und gut mit Kali versorgte Pflanzen dienen der Vorbeugung. Über dem Laub blühende Sorten sind weniger durch Grauschimmel als durch Spätfröste gefährdet.
Juni Juni
  • Erdbeeren ernten. Es soll in den frühen, aber trockenen Morgenstunden geschehen. Nur dann haben sie ihr bestes Aroma. Wegen der Druckempfindlichkeit pflückt man sie mit Fruchtstiel.
  • Das Erdbeerbeet roden. Die besten und größten Früchte bringen die Pflanzen vom Vorjahr, danach lassen Grösse und Qualität je nach Sorte deutlich nach. Nach der 2. Ernte nehmen Schädlinge (besonders Milben) und Abbaumerkmale erkennbar zu und im 3. Jahr lohnt die Ernte kaum noch.
  • Erdbeeren aus Samen. Immer wieder finden sich in den Erdbeerreihen Sämlinge, die aus den abgefallenen Früchten hervorgegangen sind. Warum sollte man sie nicht einmal aufpflanzen? Schon häufig sind so durchaus brauchbare Sorten entstanden. Im Grunde machen es die Züchter kaum anders.
  • Erdbeerpflege. Es darf kein Wassermangel herrschen, sonst bleiben die Früchte klein, geschmacklos und missgestaltet. Gleichzeitig mit dem Fruchtwachstum bilden sich auch die kräftezehrenden Ausläufer. Sie sind laufend abzuschneiden (nicht reißen!), sofern sie nicht von den markierten Mutterpflanzen kommen und damit der weiteren Vermehrung dienen. Unmittelbar nach der Ernte wird das Laub abgemäht, um im nächsten Jahr ein gesundes Pflanzenwachstum zu fördern. Für wenige, kurze Rreihen genügt dafür die Heckenschere, sonst ist ein (hoch gestellter) Rasenmäher das richtige Gerät.
JuliJuli
  • Geschmacksproben mit Erdbeerfrüchten sagen noch lange nichts über ihre Anbauwürdigkeit im Garten aus. Der Geschmacks-Testsieger "Lambada" wurden denn auch als "Gourmet-Erdbeere" mit Spitzenqualität angeboten. Im Anbau war diese Sorte aber noch anfälliger für die Wurzelfäule als der Standard "Elsanta", hatte nur 65% des Elsanta-Ertrages und wies den höchsten Mehlbefall auf.
  • Neue Erdbeersorten aus Pillnitz. Vor allem die Sorte "Fraroma" soll aufgrund ihrer Robustheit für den ökologischen Anbau geeignet sein. Die Ertragshöhe wird mit 70% gegenüber dem Standard "Elsanta" angegeben. Daneben sind noch die Sorten "Frasanta" und "Frabella" zum Sortenschutz angemeldet. Die Bewertungen vom Versuchsanbau sind durchweg sehr gut, Anfragen beim Institut für Züchtungsforschung, Frau Dr. Barabara Dathe, Pillnitzer Platz 3a in 01326 Dresden.
  • Richtige Erdbeerpflanzung schon ab Mitte Juli. Die Herzknospe muss unbedingt frei bleiben, sonst ist die Blütenentwicklung im September gestört. Zu hohe Pflanzung kann zu Vertrocknungsschäden im Winter führen. Am besten entwickeln sich getopfte Pflanzen. Bei einer Pflanzung nach dem Monatsende sind Wurzel- und Blütenbildung stark beeinträchtigt.
  • Vor der Erdbeerpflanzung ist die Fruchtfolge wichtig, denn die Erreger von Wurzelkrankheiten können mehrer Jahre im Boden unbeschadet überdauern. Vor allem ist ein Nachbau auf der gleichen Fläche mindestens 5 Jahre zu vermeiden. Auch einige Vorkulturen, darunter Kartoffeln, können sich ungünstig auf Erdbeerpflazungen auswirken. Bei Wiesenumbrauch ist die Gefahr durch die wurzelfressenden Drahtwürmer sehr groß.
  • Pflanzschock bei Erdbeeren läßt sich deutlich durch einen Tauchvorgang mindern. Die ungetopften Pflanzen werden dazu 15 Minuten lang in eine 1 %ige Lösung (100 ml/10 l Wasser) mit Aminosol getaucht. Eine dreimalige Behandlung nach jeweils 10 Tagen mit der gleichen Lösung bringt eine bessere Blütenbildung. Aminosol ist ein rein organischer Flüssigdünger für alle Gartenbereiche.
    Lieferant: Fachhandel und Lebosol Dünger GmbH in 67146 Deidesheim. Ähnlich wirkt das Produkt Siapton von Christoffel in 54204 Trier.
  • Vorkulturen vor der Erdbeerpflanzung. Neben verschiedenen Krankheiten sind in Erdbeerkulturen die Nematoden (mikroskopisch kleine Fadenwürmer) gefürchtet. Ihr Vorkommen kann durch bestimmte Vorkulturen gefördert werden. Dazu zählen, neben einigen Unkrautarten, vor allem Kartoffeln, Leguminosen (Erbsen, Bohnen, Lupinen) und Phacelia. Neutrale oder befallsmindernde Vorfrüchte sind Rote Beete, Sommerraps, Roggen und Zuckerrüben. Als Feindpflanze für Nermatoden gilt Tagetes, besonders die Tagetes patula-Gruppe.
  • Erdbeeren selbst vermehren. Man nimmt nur Ausläuferpflanzen von vorher markierten, guten Trägern. Meist sind sie etwas schwachwüchsiger als die von mastigen, blühfaulen Mutterpflanzen, den sogenannten Faulenzern. In den Erdbeerreihen finden sich aber auch Sämlingspflanzen aus vorjährigen Fruchtresten. Sie sind als Pflanzgut unbrauchbar.
  • Mehrjährige Erdbeerreihen entblättern. Andernfalls wandern normalerweise nach der Ernte bestimmte Hemmstoffe aus den Altblättern in den Wurzelstock, die im folgenden Jahr zu Ernte- und Wachstumsminderung führen können. Mehr als 3 Jahre sollten Erdbeeren nicht stehen bleiben. Nach dem Entblättern (mit der Heckenschere oder einem hochgestellten Mäher), spätestens zum 30. Juli, wird gedüngt und gewässert. Mit dem Entblättern werden gleichzeitig Krankheiten und Schädlinge beseitigt. Kurze Zeit darauf erfolgt ein Neuaustrieb, der sorgfältig auf Blattläuse zu kontrollieren ist. Auszüge von Knoblauch oder Zwiebelschalen helfen gegen auftretende Milben und gegen Mehltau.
    Das abgeräumte Laub kann dann auf den (agedeckten) Kompost.
  • Erdbeeren pflanzen. Je früher die Pflanzung erfolgt, desto höher wird die nächstjährige Ernte ausfallen, weil die Wurzelmasse dann sehr viel größer ist als bei einer späteren Pflanzung. Meist stehen Jungpflanzen aus eigener Vermehrung früher zur Verfügung als bei Zukauf.
  • Qualitätsverlust durch Nässe. Vergleichende Versuche belegen, daß die Fruchtqualität und Pflanzengesundheit beim Beerenobst unter einem Regenschutz deutlich höher sein kann, als in ungeschützten Reihen bei anhaltendem Regen. Gleiche Erfahrung gibt es auch aus dem Gemüsebau bei Tomaten. Besonders bei Himbeeren, aber auch bei Erdbeeren sind seit einiger Zeit windstabile Systeme verbreitet.
  • Erdbeerpflege nach der Ernte.
    Meist ist die Erdbeerernte gegen Ende Juni beendet. Ausnahmen bilden die sehr späte Sorte "Malling Pandora" und die mehrmals fruchtenden Sorten, deren erste Blüten aber ausgebrochen wurden, um eine frühe Herbsternte zu erzielen. Alle anderen sollen sofort nach der Ernte abgemäht werden, wobei die Schnittebene so hoch sein muß, dass das Herz unverletzt bleibt. Für größere Flächen ist der Motormäher, für kleinere die Heckenschere das richtige und pflanzenschonende Werkzeug.
    Die Ranken müssen anschließend vorsichtig mit dem Messer von der Mutterpflanze abgetrennt werden, um den nächstjährigen Ertrag zu steigern. Ausgenommen sind natürlich die Ranken der vorher markierten Mutterpflanzen für die bald beginnende eigene Vermehrung. Achtung: Sortenrechtlich geschützte Pflanzen dürfen nicht selbst vermehrt werden.
    Anschließend folgen Düngung und vorsichtige Bodenlockerung. Bei genügender Feuchtigkeit erfolgt der neue Austrieb schon nach kurzer Zeit mit frischem, gesunden Laub.
    Ob abgemäht werden soll oder nicht, ist in den Erwerbsbetrieben längst entschieden, denn mit dem alten Laub werden gleichzeitig anhaftende Plizkrankheiten und Schädlinge vernichtet, die andernfalls dem jungen Austrieb sofort wieder schaden würden. Außerdem ist schon seit langem bekannt, dass sich in den älteren Blättern nach der Fruchtreife bestimmte Hemmstoffe bilden, die dann in den Wurzelstock abwandern und die Blütenanlagen für das nächste Jahr ungünstig beeinflussen.
AugustAugust
  • Erdbeerdüngung. Frischer Mist ist zur Pflanzzeit schädlich, er muß spätestens im Herbst des vergangenen Jahres eingearbeitet sein. Organische Handelsdünger gibt man als Faustregel: 1/3 des Nährstoffbedarfs (lt. Bodenuntersuchung) vor der Pflanzung, 1/3 im Nachwinter und 1/3 kurz vor der Blüte.
  • Erdbeeren pflanzen. Je früher die Pflanzung im August erfolgt, desto besser ist die Ernte im nächsten Jahr. Die Pflanzfläche soll von Dauerunkräutern frei sein. Günstig ist ein tief gelockerter, eher leichter Boden mit einem pH-Wert zwischen 5,5 bis 6,5. Dauertragende Sorten wie 'Evita', 'Fresca', 'Hummi Gento', 'Mara des Bois', 'Ostara', 'Rapella' und 'Tribute' fruchten meist bis zum September (auch Oktober). Dabei erreichen sie mit ihrem Gesamtertrag aber nur die Menge der Sommersorten. Für eine höhere Herbsternte bricht man die erste Blüte aus.
  • Die Erdbeeren 'Florika' und 'Spadeka' können als Bodendecker gelten. Ihre Früchte sind höchstens mittelgroß, sie stehen auf kräftigen Stielen über dem Laub und sind geschmacklich überzeugend. Die vielen Ausläufer lassen bald eine "Erdbeerwiese" entstehen, die nach der Ernte abgemäht wird, damit sich neues Laub entwickelt.
  • Erdbeeren in Folie pflanzen. Mit der schwarzen, luft- und wasserdurchlässigen Mulchfolie (Garda-Unkrautfolie) sind engere Pflanzabstände möglich und die Strohunterlage kann entfallen.
  • Erdbeeren wässern. Vor allem Neupflanzungen brauchen jetzt für eine gute Wurzelentwicklung ausreichend Wasser. Gießen oder Beregnen kann aber den Boden verschlämmen und Pilzkrankheiten fördern. Dagegen sind Tropfschläche ideal, um die Pflanzen schadfrei zu bewässern. Im Garten- und Profibereich ist derzeit das "T-Tape System" in verschiedenen Ausführungen am weitesten verbreitet. Beratung und Lieferant: Fa. Wurzelwasser in 35516 Münzenberg.
  • Erdbeeren in Kübeln. Blatt, Blüte und Frucht lassen Sie in hübschen Pflanzgefäßen durchaus zu Schmuckpflanzen werden. Man braucht dafür eine humose, leicht saure, wenig gedüngte Erde. Ausläufer treibende Sorten (Florika, Malling Pandora, Panda) lassen sich gut an dekrotaiven Stützen aufbinden. Für Kinder sind die öfter tragenden Monatserdbeeren immer willkommen.
SeptemberSeptember
  • Erdbeeren pflanzen?? Auch wenn der Handel jetzt noch ungetopfte Jungpflanzen anbietet, wird die Wurzelbildung gegenüber einer Augustplanzung doch nicht ausreichen, um eine befriedigende Ernte im kommenden Jahr gewährleisten zu können. Jungpflanzen mit starkem Wurzel- oder Topfballen haben etwas bessere Chancen.
  • Erdbeeren im September ernten. Wer die ersten Blüten von mehrmals tragenden Sorten (u.a. 'Evita', 'Ostara', Rapella', Tribute') entfernt hatte, wird jetzt eine gute Vollernte haben. Solche Sorten blühen und fruchten normalerweise von Juni bis September, ohne aber einen höheren Ertrag als Normalsorten zu erreichen.
  • Erdbeerpflanzen auf Schädlinge kontrollieren. Wenn die Herzen ausgefressen sind, handelt es sich um Schäden durch die Raupen der Gammaeule, die recht gut erkennbar ist. Fraßschäden ohne sichtbaren Schädling richten die nachtaktiven Raupen an, die sich tagsüber in der Erde verstecken. Beide Arten sind auch beim Gemüseanbau gefürchtet. Im Licht der Taschenlampe lassen sich die Schädlinge gut absammeln.
  • Erdbeeren düngen und wässern. Dafür ist jetzt der spätest mögliche Termin. Ab dem Monatsanfang bilden sich die neuen Blütenknospen. Dafür werden ausreichend Wasser und Nährstoffe benötigt. Trockenheit ist eine der Ursachen für die Missernte im kommenden Jahr.
  • Pflegearbeiten bei Erdbeeren. Die Ausläufer müssen abgeschnitten werden, denn sie nehmen viel Kraft von der Mutterpflanze. Gießen mit gut vergorener Brennnesseljauche unterstützt die Blütenbildung deutlich. Dabei soll die Verdünnung mit Wasser nicht weniger als 1:20 betragen. Schwerer Boden wird durch leichtes Einarbeiten von Sand (nicht Torf) und Kompost verbessert. Auf keinen Fall soll zwischen den Reihen gegraben werden, da sich ein wichtiger Teil der Wurzeln direkt unter der Bodenoberfläche befindet. Der Boden ist unkrautfrei zu halten. Die Vogelmiere schadet allerding sicht, sie ist als flach wurzelnder Bodenschutz für den Winter willkommen.
OktoberOktober
  • Erdbeerpflege im Herbst. Erdbeeren benötigen Humus. Die meisten Sorten sind zudem an den Wurzeln frostempfindlich. Deshlab ist eine leichte Bodendecke aus gut verrottetem Mist oder gehäckseltem Stroh zu empfehlen. Fichtennadenlen verrotten zwar sehr langsam, sind aber als Frostschutz gut geeignet. Außerdem sollen sie das Aroma verbssern.
NovemberNovember
  • Bodendecke bei Erdbeeren abräumen. Wo noch das Stroh in dicker Lage zwischen den Erdbeerpflanzen liegt, sollte es baldmöglichst abgeräumt werden. Zwar ist ein winterlicher Bodenschutz erwünscht, doch fühlen sich auch Mäuse darunter wohl, wo sie unentdeckt Wurzeln und Grünteile abnagen können.
DezemberDezember
  • Erdbeerpflanzungen in Windlagen sind im Winter recht empfindlich, darunter besonders die Hauptsorte "Elsanta". Am besten schützt man die Reihen mit einer luftigen Decke aus Fichtenreisern oder einem Faservlies. Geschlossene Folien sind ungeeignet, weil die Luftfeuchtigkeit darunter recht hoch ist und dadurch Pilzkrankheiten fördert.
 
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