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Erdbeeren - ein voller Genuß ?
Seit Ende Mai findet sich ein reichhaltiges Angebot
an einheimischen Erdbeeren auf dem Markt. Ihr Anbau erfolgt überwiegend
für den Frischmarkt. Eine beliebte Angebotsform ist auch das
"Selbstpflücken". Hierbei sollten allerdings straßenferne
Anbaugebiete bevorzugt werden, da nahe der Straße Schadstoffbelastungen
aus Abgasen auftreten können. Einheimische Ware hat den Vorteil,
daß sie nicht über lange Transportwege auf unseren Markt
gelangt, was unter ökologischen Gesichtspunkten positiv zu
bewerten ist. Lebensmittelüberprüfungen haben in der Vergangenheit
ergeben, daß 85 % der untersuchten Proben - heimischer und
ausländischer Erdbeeren - mit Pestizidrückständen
belastet waren. Bei vielen Proben wurden mehrere Wirkstoffe gleichzeitig
nachgewiesen. Lediglich die Proben der Erbeeren aus ökologischem
Anbau waren rückstandsfrei.
Erdbeeren sind aufgrund ihres relativ hohen Wassergehaltes empfindliche
und leicht verderbliche Früchte. Man sollte sie daher möglichst
frisch verzehren. Bei einer Kühlschranktemperatur von 2-6 Grad
Celsius können sie 1-2 Tage gelagert werden, bei Temperaturenvon
0-2 Grad Celsius sind sie dagegen 5 Tage lagerfähig. Erdbeeren
vorsichtig in reichlich Wasser waschen, anschließend abtropfen
lassen und danach Stiele und Blütenansätze abzupfen, so
bleiben der Saft und das Aroma erhalten. Die Erdbeeren, welche nicht
dem sofortigen Verzehr dienen, können z.B. zu Marmelade oder
Kompott verarbeitet werden. Eine andere Methode der Haltbarkeitsverlängerung
ist das Einfrieren. Eingefrorene Erdbeeren haben eine Lagerfähigkeit
von 10 Monaten. Erdbeeren, die für Kuchen und Torten vorgesehen
sind, auf einem Tablett einzeln auflegen und vorgefrieren. Bei Bedarf
kann vor dem Vorgefrieren mit Streu- oder Puderzucker gesüßt
werden, ca. 100 g bis 200 g auf 1 kg Beeren. Erst danach erfolgt
die Verpackung und das Tiefgefrieren.
Zum Rohessen benötigen die gefrorenen Erdbeeren eine Auftauzeit
von 5-8 Stunden, bei 20 Grad Celsius Raumtemperatur. Aufgetaute
Erdbeeren entfalten ihr volles Aroma erst, wenn sie Temperaturen
von 10 bis 15 Grad Celsius erreicht haben. Erdbeeren schmecken nicht
nur gut, sondern haben auch einen relativ hohen Vitamin C-Gehalt.
In 100 g Erdbeeren (= eßbarer Anteil) finden sich 64 mg Vitamin
C, d.h. es werden 85 % des Tagesbedarfes an Vitamin C gedeckt. Zudem
sollen Erdbeeren eine günstige Wirkung auf die Nierentätigkeit
haben und blutdrucksenkend wirken. Durch ihren hohen Anteil an Folsäure
sind sie blutbildend. Außerdem enthalten sie neben zahlreichen
Katechinen (Gerbstoffe), die entzündungshemmend und antibakteriell
wirken, sehr große Mengen an Mangan. Somit sind Erbeeren,
insbesondere ökologisch erzeugte, nicht nur ein voller Genuß,
sondern auch ein wertvoller Beitrag zur gesunden und ausgewogenen
Ernährung.
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